Deutscher Gewerkschaftsbund

"Die Familie Laaser in Eilenburg" 09.11.2017 Eilenburg

Im Jahr 1938, vor fast 80 Jahren, brannten in ganz Deutschland unzählige Synagogen. Damit begann eine in der Weltgeschichte beispiellose Verfolgung und Vernichtung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern, wozu deren Abstammung benutzt wurde. Heute werden erneut Schuldzuweisungen laut und leider oft unbedacht an Stammtischen wiederholt, wonach „die Anderen“ für die soziale Schieflage in der Bundesrepublik Schuld trügen. Vergessen wir nie, wohin dies führte: zu millionenfacher Verfolgung, Entrechtung und der systematischen Ermordung von Juden, Sinti und Roma, politisch und konfessionell Verfolgten, Homosexuellen und körperlich und geistig Behinderten.

In über 500 Orten in Deutschland erinnern Stolpersteine an die Opfer der NS-Zeit. Auch in Eilenburg konnten durch das Engagement der Schülerinnen und der Schüler des Martin-Rinckart-Gymnasiums in diesem Jahr wieder Stolpersteine verlegt werden. Damit die Vergangenheit nie wieder Zukunft wird, wollen wir gemeinsam an den Stolpersteinen Kerzen entzünden und den Opfern gedenken. Wir würden uns freuen, wenn auch in Eilenburg der bundesweite Aktionstag „Stolperstein putzen“ als Anlass zum Gedenken genommen wird und Sie als Bürger der Stadt Eilenburg einen kurzen Moment inne halten.

15:00 Uhr                    „Die Familie Laaser in Eilenburg“ Vortrag von Inez Laaser

                                 Vorstellung des Projektes für weitere Stolpersteine in Eilenburg                                         Ort: Stadtmuseum Eilenburg, Torgauer Str. 40 (Eingang: Hirschgasse)

 ca. 15:45 Uhr Stadtrundgang zu den innerstädtischen Stolpersteinen beginnend Torgauer Str. 19

                      über Eckart-Str. 6-8, Kellerstr. 14 zur Bergstr. 2

 

An den Stolpersteinen werden die Biografien verlesen und die Steine gereinigt.

Wir würden uns freuen, gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus setzen zu können.

Für Weltoffenheit, Zivilcourage und ein demokratisches Miteinander.

An folgenden Orten befinden sich in Eilenburg bereits verlegte Stolpersteine:

Moritz Lenker und Hermann Michaelis  I Kellerstr. 14a

Nathan und Max Samuel I Am Ring 32, Eilenburg/ Kospa

Kurt Bennewitz I Puschkinstr. 64

Familie Suchestow I Bergstr. 2

Werner Glaser I Eckart-Str. 6-8

Otto Tuchel I Am Ehrenfriedhof 11

Hans Freimann I Torgauerstr. 19

Wir würden uns freuen, gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus setzen zu können.

Für Weltoffenheit, Zivilcourage und ein demokratisches Miteinander.

Immer mehr Menschen beteiligen sich an der bundesweiten Aktion „Stolpersteine putzen“. Doch was ist der geschichtliche Hintergrund, wie gedenken wir und wie werden Stolpersteine geputzt. Dazu nachfolgend ein kleiner Abriss:

Im Jahr 1938 brannten in ganz Deutschland unzählige Synagogen. Damit begann eine in der Weltgeschichte beispiellose Verfolgung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern, wozu deren Abstammung benutzt wurde. Heute werden erneut Schuldzuweisungen laut und leider oft an den Stammtischen wiederholt, wonach „die Anderen“ für die soziale Schieflage in der Bundesrepublik Schuld trügen. Vergessen wir nie, wohin dies führte: millionenfacher Verfolgung, Entrechtung und der systematischen Ermordung von Juden, Sinti und Roma, politisch und konfessionell Verfolgten, Homosexuellen und körperlich und geistig Behinderten.

Reinigen wir gemeinsam zur Mahnwache die Stolpersteine und entzünden wir an jedem Stolperstein eine Kerze zur Erinnerung und Mahnung an die Opfer der NS-Diktatur. Damit machen wir die Verbrechen sichtbar.

Zum Gedenken: Bitte den Stein mit einer Kerze hervorheben.

Zur Mahnwache werden die Lebensläufe vorgelesen und zu den Stolpersteinen gelegt, so dass auch andere die Lebens- und Leidensgeschichte der Opfer nachlesen können.

Da die Stolpersteine im Laufe der Zeit oxydieren und graubraun werden, sind sie oft in ihrer Umgebung nicht mehr wahrnehmbar. Auch dazu sollte der 9. November genutzt werden, diese wieder sichtbar zu machen und folgendes Hausmittel kann helfen:

1 Esslöffel Salz mit Essigessenz auf den Stein geben, einwirken lassen, etwas nachreiben und mit klarem Wasser abspülen. Natürlich kann auch eine Hochglanzpolitur für Metalle den Stein wieder zum Glänzen bringen.


Nach oben

Erklärfilm

students@work

KOWA Leipzig

DGB-Infoservice einblick

Die Rechts­fra­ge
DGB
Monatlicher Service des DGB und der DGB Rechtsschutz GmbH zu aktuellen Fragen aus dem Sozial- und Arbeitsrecht.
zur Webseite …

Dossier Regionale Gewerkschaftsgeschichte

RSS-Feed

Subscribe to RSS feed
Abonnieren Sie Artikel zu Aktionen und Veranstaltungen der DGB Region Leipzig-Nordsachsen.

Direkt zu Ihrer Gewerkschaft