Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 002/14 - 07.03.2014

DGB fordert gleichen Lohn für gleiche bzw. gleichwertige Arbeit

 

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März sagte Bernd Günther, Geschäftsführer der DGB Region Leipzig-Nordsachsen, am Freitag auf einer Veranstaltung seiner Organisation in Leipzig:

"Die Gleichstellung von Frauen und Männern gehörte von Beginn an zu den Grundwerten der Eu-ropäischen Union, doch die derzeitige europäische Sparpolitik bewirkt das Gegenteil: Sie geht zu Lasten gerade auch der Frauen, weil sie ihre Chancen am Arbeitsmarkt mindert. In den Krisenländern wird gekürzt bei notwendigen öffentlichen Dienstleistungen, wie der Kinderbetreuung und im Bildungs- und Sozialsystem. Frauen werden so in überholte Rollenbilder gedrängt, ihre Chancen auf eine eigenständige Existenzsicherung schwinden.

Nach wie vor unterstützt der DGB das Ziel der Europäischen Union, die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen zu fördern. Wir wollen die Gleichstellung von Frauen und Männern durch verbindliche und wirksame europäische Regelungen vorantreiben: Bei der Durchsetzung von gleichem Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit, bei der Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt, durch mehr Frauen in Führungspositionen und durch eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Die Überwindung der Entgeltlücke zwischen den Geschlechtern gehört ganz oben auf die politische Agenda - nicht nur am Equal Pay Day. Denn mit 22 Prozent Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern gehört Deutschland zu den EU-Staaten, in denen die Entgeltdifferenz besonders groß ist. Die im Koalitionsvertrag zur Frauen- und Gleichstellungspolitik angekündigten Vorhaben müssen schnellstens konkretisiert werden."

Frauen haben ein "Recht auf Mehr!" Der Aufruf des DGB zum Internationalen Frauentag: www.frauen.dgb.de/-/zLr


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