Deutscher Gewerkschaftsbund

01.05.2013
Gute Arbeit. Sichere Rente. Soziales Europa.

Der 1. Mai 2013 - unser Tag der Arbeit in Leipzig

An der Spitze der diesjährigen Maidemonstration, die um zehn am Volkshaus startete, machten die Metalljugend ihre Forderung für die anstehenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie deutlich: "Feuer und Flamme für mehr Asche in der Tasche" - und zwar mindestens 5,5 % mehr! Gegen elf traf der Demonstrationszug auf dem Leipziger Marktplatz ein. Dort hatte bereits SAXNROCK dem Publikum ordentlich eingeheizt. DGB-Stadtverbandsvorsitzender Bernd Günther brachte in seiner Eröffnungsrede die Solidarität aller Gewerkschaftsmitglieder mit den von der Schließung bedrohten Kolleginnen und Kollegen von SIEMENS Schaltanlagenbau Leipzig zum Ausdruck: "Unser Gruß gilt allen Beschäftigten, die um ihren Job und den Erhalt ihrer Unternehmen kämpfen. Wenn Vorständen der Siemens AG 6 % Dividende nicht mehr ausreichen, dann ist das eine Perversion des Kapitals in diesen Vorstandsetagen". Günther rief die politischen Verantwortlichen in der Stadt Leipzig zur Bildung eines Aktionsbündnisses auf, um das Werk zu erhalten. Anschließend sprachen die Betriebsratsvorsitzenden von SIEMENS Schaltanlagenbau, Jürgen Beigang sowie der WISAG AG, Christian Kraupner. 

Die Maiansprache hielt Elke Hannack, designierte stellvertretende Vorsitzende des DGB. Sie forderte erneut das Verbot der NPD und weiterer rechtsextremistischer Organisationen und spannte dabei den Bogen über die Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten am heutigen 2. Mai vor 80 Jahren: "Wenn morgen an vielen Orten an die Zerschlagung der Gewerkschaften vor 80 Jahren und an die vielen Opfer der nationalsozialistischen Terrorherrschaft gedacht wird, dann geht es um mehr als das bloße Erinnern an diesen Tag. Dieser Gedenktag ist uns Mahnung und Verpflichtung zugleich! Wir haben die Lektion aus der Geschichte gelernt, die uns Wilhelm Leuschner unmittelbar vor seiner Hinrichtung ins Stammbuch geschrieben hat: 'Schafft die Einheit!'. Unsere Geschichte verpflichtet uns zum Handeln gegen rechtsextremes Denken und Handeln, gegen Rassismus und Intoleranz. Wir tragen Verantwortung für die Gestaltung einer demokratischen und freien, sozialen und gerechten Gesellschaft. Dazu gehört auch, dass rechtsextreme Organisationen verboten werden, Kolleginnen und Kollegen. Ein Verbot der NPD ist längst überfällig. Doch Verbote alleine reichen nicht aus. Es müssen auch rechtsextreme und rassistische Einstellungen in der Gesellschaft bekämpft werden. Dafür setzen sich die Gewerkschaften in ihrer täglichen Arbeit ein, damit es nie wieder heißt: 'Zu spät.'". Weitere Schwerpunkte ihrer Rede waren die Begrenzung der Leiharbeit, die Forderung zur stärkeren Regulierung von Werkverträgen und damit verbunden weitergehnde Mitbestimmungsrechte für Betriebsräte in Sachen Leiharbeit und Werkverträge. Des Weiteren forderte Kollegin Hannack eine Neuordnung der Arbeitswelt, sichere Renten und ein soziales Europa.


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