Deutscher Gewerkschaftsbund

04.08.2011

Aufruf zur Eurodemonstration am 17.September in Wroclaw/Breslau

Eurodemonstration am 17. September 2011

 
Turbulenzen und Spekulation auf den Finanzmärkten bedrohen die wirtschaftliche und soziale Stabilität der Europäischen Union. Die europäischen Gewerkschaften erwarten von den gewählten Politikerinnen und Politikern jetzt entschlossenes und solidarisches Handeln: Macht Schluss damit, dass Finanzmärkte und Ratingagenturen die Politik bestimmen!

Plakat Eurodemo 17. September 2011

Programm und Anmeldung

Abfahrt der Busse

07.00 Uhr    Torgau, Haltestelle Straße der Jugend
07.30 Uhr    Wurzen, Bahnhof 

07.00 Uhr    Borna, Bahnhof
07.30 Uhr    Leipzig, Volkshaus, Karl-Liebknecht-Str. 30

ca. 12.00 Uhr Ankunft am Olympiastadion Wroclaw

12:00 Uhr    Aufstellung des Demonstrationszuges

13:30 Uhr   Start der Demonstration

Marktplatz Rynek
15:00 Uhr   Reden der Gewerkschaftsführer
15.30 Uhr   Musik
16.30 Uhr   Rückfahrt

ca. 21.00 Uhr  Ankunft in Wurzen/Torgau, Leipzig/Borna 

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme und bitten um Anmeldung mit Angabe des Abfahrtsortes bis zum
14. September 2011 bei der
DGB-Region Leipzig-Nordsachsen.

Solidarität ist das Gebot der Stunde. Überfällig sind klare politische Entscheidungen für eine nachhaltige, solidarische Wirtschaftspolitik im Interesse der Bürgerinnen und Bürger Europas. Denn es stehen nicht weniger als die Arbeitsplätze von Millionen von Europäern und der soziale Zusammenhalt auf dem Spiel.

Im Rahmen der polnischen EU-Ratspräsidentschaft und der Tagung des Rates für Wirtschaft und Finanzen am 16./17. September in Wroclaw/Breslau ist es nötig, gemeinsam ein klares Signal an die Wirtschafts- und Finanzminister der Mitgliedsstaaten zu senden.

Es ist Zeit für einen Richtungswechsel in Europa! Wir fordern ambitionierte Maßnahmen für ein soziales Europa und für eine faire und gerechte europäische Politik!

Wir wenden uns gegen:

  • das Diktat der Finanzmärkte und der Ratingagenturen unsoziale Sparmaßnahmen mit drastischen Lohnkürzungen und Sozialabbau
  • Eingriffe in nationale Tarifsysteme
  • die Schwächung des sozialen Dialogs in den Mitgliedstaaten
  • Deregulierung von Arbeitsstandards
  • Prekarisierung und Arbeitslosigkeit
  • wachsende Einkommensunterschiede und soziale Spaltung
  • Rentenkürzungen und Eingriffe in die nationalen Rentensysteme

Wir fordern :

  • den Finanzmarkt umfassend zu regulieren, Spekulationen einzudämmen und Eurobonds einzuführen
  • die Kontrolle der Ratingagenturen und die Einführung einer Finanztransaktionssteuer
  • Wahrung der Tarifautonomie
  • leistungsfähige soziale Sicherungssysteme, um sozialen Zusammenhalt und Solidarität zu garantieren
  • gute und sichere Arbeitsplätze – gerade auch für junge Menschen
  • die bessere Nutzung bestehender europäischer Fördermittel für Investitionen
  • eine nachhaltige Industriepolitik

Für europäische Solidarität, für die Stärkung des europäischen Sozialmodells und für ein nachhaltiges Wachstum!

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