Deutscher Gewerkschaftsbund

24.02.2021

Internationaler Frauentag 2021

Logo Weltfrauentag 2021

DGB

 

Liebe Kolleginnen,

mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicken wir als DGB Region Leipzig-Nordsachsen auf den Frauentag 2020 zurück. Es war die letzte größere Veranstaltung, die wir in Präsenz mit über 60 Teilnehmerinnen durchführen konnten. Seitdem ist eine Menge passiert und die Pandemie hat die Runden des Austausches, der Geselligkeit und der gemeinsamen Aktivitäten in die digitale Welt verlagert.

Mit dem Frauentag 2021 schließt sich der Jahreskreis. 2021 wird es keine gemeinsame Veranstaltung zum Frauentag mit der Stadt Leipzig geben. Das heißt aber nicht, dass wir im Bezug auf Frauen- und Gleichstellungspolitik untätig sind. Im nachfolgenden Text findet ihr den Aufruf der Stadt Leipzig, den Aufruf des DGB und eine Veranstaltungsankündigung zum digitalen Frauentag des DGB Bezirkes Sachsen.

Bleiben wir feministisch, kämpferisch und solidarisch! Alles Gute zum Frauenkampftag 2021!
 

Manuela Grimm und das Team der DGB Region Leipzig-Nordsachsen

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Tariftreue: Besonders wertvoll für Frauen (nicht nur als Tattoo)

DGB/Super an der Spree

DGB Sachsen: Digitaler Frauentag
10. März, 09:30 Uhr – 12:00 Uhr

Liebe Kolleginnen,

den diesjährigen Weltfrauentag wollen/müssen wir zum Anlass nehmen, um aufzuzeigen, dass sich die Ungleichheit zwischen Frauen und Männern durch die Corona-Krise weiter verschärft hat. Es sind vor allem Frauen, die in systemrelevanten und zugleich unterbezahlten Berufen tätig sind und die nun in der Krise besonders von Einkommenseinbußen betroffen sind, die sie durch Freistellung, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit erfahren. Hinzu kommt, dass Frauen nach wie vor den überwiegenden Teil der Haus- und Familienarbeit übernehmen und dafür ihre Arbeitszeit reduzieren.

Wir laden Euch herzlich ein, an unserer digitalen Veranstaltung zum Weltfrauentag und EqualPayDay am 10. März 2021, von 09:30 – 12:00 Uhr teilzunehmen. Wir haben die Zusage der Staatsministerin für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt Petra Köpping bekommen, uns persönlich über aktuelle Regelungen im Freistaat Sachsen zu informieren. Außerdem wird Silke Raab von der Abt. Frauen unseres Bundesvorstandes uns die Lage der Frauen vor der Pandemie im Vergleich zur Lage während der Corona-Krise aufzeigen. Und wir möchten von Kolleg*nnen Beispiele erfahren zu betrieblichen Regelungen die in der Praxis, die die Gleichstellung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch in der Pandemie verbessern.

(K)Ein Problem?! – Wie meistern Frauen (und Männer) die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Zeiten der Pandemie?
Rechtsregelungen und betriebliche Lösungen zum mobilen Arbeiten und zur Kinderbetreuung

Programm

09:30 Uhr Begrüßung Anne Neuendorf, Stellv. Vorsitzende DGB Sachsen

09:45 Uhr Input

  • Silke Raab, DGB Bundesvorstand, Abt. Frauen, Gleichstellungs- und Familienpolitik
    Unbezahlte Sorgearbeit in der Krise: Was leistet der Staat?

  • Petra Köpping, Staatsministerin für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt
    Aktuelle Regelungen im Freistaat Sachsen

10:30 Uhr Betriebliche Regelungen

Erfahrungen und neue Ansätze in der Praxis von Kolleg*innen aus Betrieben und Dienststellen
. AOK PLUS
. DB AG
. Rentenversicherung Mitteldeutschland

Raum für Diskussion und Erfahrungsaustausch

Nach erfolgter Anmeldung unter sac.frauen@dgb.de versenden wir den Zugangslink bzw. die Telefonnummer zum Einloggen.

Wir verwenden als Konferenztool MS Teams

Die Veranstaltung wurde nach §47 Abs.2 Satz 1 SächsPersVG als Bildungsveranstaltung anerkannt und die Freistellung nach §37 Abs.7 BetrVG ist beantragt.

Mit besten Grüßen

Anne Neuendorf
stellv. Vorsitzende
DGB Sachsen

 

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Stadt Leipzig: Arbeitswelt 2021 – Arbeitsplätze von Frauen

Liebe Leipzigerinnen,

seit Jahren fand anlässlich des Internationalen Frauentages eine Veranstaltung statt, die das Referat für Gleichstellung der Stadt Leipzig und der Deutsche Gewerkschaftsbund gemeinsam organisierten. Im vergangenen Jahr ging es um das Thema „Digitalisierung der Arbeitswelt – Frauenberufe im Wandel“. Gern hätten wir das Thema vertieft und über Entwicklungen sowie Chancen und Risiken für Frauen diskutiert, aber die Pandemie hat das öffentliche Leben immer noch fest im Griff. Also gibt es Anfang März 2021 aufgrund des Infektionsgeschehens keine Veranstaltung zum Frauentag. Sobald wieder Zusammenkünfte erlaubt sind, werden Begegnung, Diskussion und Getränk nachgeholt, natürlich mit Kultur. Einen genauen Nachholtermin kann derzeit noch nicht festgelegt werden.

Wir wollen aber den Internationalen Frauentag am 8. März nicht einfach so verstreichen lassen, sondern an frauenpolitische Kämpfe erinnern und feministische Zukunftsziele formulieren.

Mit Unterstützung der Leipzigerinnen wollen wir zeigen, wie und unter welchen Bedingungen Frauen im Jahr 2021 arbeiten und starten einen Aufruf:

Bitte senden Sie uns eine Fotografie von sich am gegenwärtigen Arbeitsplatz an: gleichstellung@leipzig.de

Was ist der Hintergrund der Fotoaktion?

Frauen arbeiten in systemrelevanten Berufen, ohne die das gesellschaftliche Leben nicht funktionieren würde. Frauen betreuen Kinder und pflegen ältere oder kranke Menschen, Frauen sind Kassiererinnen im Supermarkt oder Reinigungskräfte. „Frauenberufe“ zeichnen sich häufig durch schlechte Arbeitsbedingungen, keine existenzsichernde Entlohnung und wenig gesellschaftliche Anerkennung aus. Und zusätzlich dazu arbeiten Frauen oft in Teilzeit, um die Kinderbetreuung oder Alterspflege in der eigenen Familie abzusichern.

Die Corona-Pandemie hat wieder einmal ganz deutlich die geschlechterbezogene Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit gezeigt und die geschlechtsspezifischen Unterschiede bezüglich Wertschätzung sichtbar gemacht.  

Regina Frey, Politikwissenschaftlerin, schrieb 2020: "Die entscheidende Frage wird sein, wer oder was nach der Corona-Krise weiterhin „systemrelevant“ sein wird und ob sich der nun angeschärfte Blick auf die Care-Arbeit und die Geschlechterverhältnisse Geltung verschaffen kann. Sprich: ob wir in der Lage sein werden, aus dieser Katastrophe zu lernen."

Margarete Stokowski, Spiegel-Kolumnistin, sieht darin eine Chance für den Feminismus. „Wer davon ausgeht, dass es mit dem Kampf um Gleichberechtigung jetzt schlecht aussieht, unterschätzt, was Feminismus bedeutet: ein Aufbegehren gegen Ungerechtigkeiten - warum sollte das schwächer werden, wenn die Ungerechtigkeiten deutlicher werden?“, so Stokowski.

Mit Ausdauer und Beständigkeit wird künftige Frauenpolitik weiter streiten und kämpfen für:

•        bessere Arbeitsbedingungen und Lebensbedingungen für Frauen,

•        geschlechterunabhängige und gerechte Bezahlung,

•        zuverlässige soziale Infrastruktur und

•        einen besseren Schutz gegen Gewalt (auch und gerade in Pflegeberufen).

In diesem Sinne: Frauentag ist jeden Tag.

Frauenpolitische Menschen, bleibt stark und mutig! Wir haben noch viel zu tun.

Mit freundlichen Grüßen

Genka Lapön
Gleichstellungsbeauftragte Stadt Leipzig

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Frauentag 2021

DGB

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DGB: Aufruf zum Internationaler Frauentag 2021

Liebe Kolleginnen,

die Corona-Krise hat uns fest im Griff! Und sie trifft Frauen besonders hart: Sie arbeiten in systemrelevanten und zugleich unterbezahlten Berufen. Sie sind mit Einkommenseinbußen konfrontiert durch Freistellung, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit. Und sie übernehmen den überwiegenden Teil der Haus- und Familienarbeit und reduzieren dafür ihre Arbeitszeit. Kurz: Auf den Schultern der Frauen lasten hohe Gesundheitsrisiken, wachsender finanzieller Druck, zusätzlicher Betreuungsaufwand und vermehrte Arbeit im Haushalt. Das darf nicht sein!

Die Pandemie hat die Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern verschärft. Gerade diese Krise zeigt, wie wichtig es ist, eine starke Gewerkschaft im Rücken zu haben. Gewerkschaften schaffen bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen – auch für Frauen: Durch Tarifverträge, die für eine gerechte Bezahlung, planbare Arbeitszeiten und bessere soziale Absicherung sorgen. Durch gewerkschaftliche Unterstützung der Betriebs- und Personalräte, die sich in Betrieben und Dienststellen um gute Arbeitsbedingung kümmern. Und durch eine starke Vertretung der Interessen weiblicher Beschäftigten gegenüber der Regierung – in den Ländern und im Bund.

In vielen Bereichen konnten Gewerkschaften durch ihren Einsatz die Krisenfolgen für Frauen mildern, in anderen Bereichen müssen und können wir stärker werden. Mehr denn je setzen wir uns heute ein für die Überwindung der Lohnlücke und der ungleichen Verteilung von Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern durch:

  • existenzsichernde Einkommen vor allem indem die Tarifbindung gestärkt und die Berufe in frauendominierten Branchen aufgewertet werden.
  • Arbeitszeiten, die Frauen und Männer im Lebensverlauf die gleichen Chancen eröffnen, erwerbstätig zu sein und Verantwortung für Familien und Hausarbeit zu übernehmen.
  • den Ausbau bedarfsgerechter und qualitativ hochwertiger Kinderbetreuung mit Betreuungszeiten für eine existenzsichernde Erwerbstätigkeit mit angemessenen Arbeitszeiten.
  • eine Reform der Minijobs mit dem Ziel, alle Beschäftigungsverhältnisse ab der ersten Arbeitsstunde sozial abzusichern.
  • die Abschaffung der Lohnsteuerklasse V und ein Einkommensteuerrecht, das aus krisenbedingten Entgeltersatzleistungen keine strukturellen Benachteiligungen ergeben.

Die Corona-Pandemie stellt auch uns am Internationalen Frauentag 2021 vor ganz konkrete Herausforderungen. Wir werden neue Orte und Wege nutzen, um unseren berechtigten Forderungen auch in diesen besonderen Zeiten Gehör zu verschaffen. Wir lassen uns in der Krise nicht zurück drängen, wir stehen weiter Seite an Seite im Interesse der Frauen. Deswegen: Mehr Gewerkschaft, mehr Gleichstellung – mehr denn je!

Elke Hannack
Stellvertretende DGB-Vorsitzende


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