Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 08/13 - 31.07.2013

Entwicklung am Ausbildungsmarkt lässt hoffen, ist aber kein Grund, sich zurückzulehnen

Anlässlich der heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten für Leipzig im Juli erklärt Bernd Günther, Vorsitzender des DGB-Stadtverbandes Leipzig:

"Die aktuellen Zahlen über offene Ausbildungsstellen in Leipzig, die kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres vorliegen und eine relative Stabilität am Leipziger Arbeitsmarkt zeigen, sind zunächst einmal erfreuliche Nachrichten. Nun kommt es darauf an, die jungen Menschen, die ihre Schulzeit beendet haben, mit den freien Ausbildungsplätzen zusammen zu bringen, die sie interessieren. Das ist der beste Weg, damit sie eine Perspektive erhalten. Sie wollen ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten und nicht auf staatliche Transferleistungen angewiesen sein."

Völliges Unverständnis zeigt Günther für die Entlassung junger Menschen nach ihrer Ausbildung. "Die Arbeitgeber werden nicht müde, vom Fachkräftemangel zu reden. Wenn dem so ist, müssen sie die Ausgebildeten auch übernehmen. Nur so lässt sich die Fachkräftelücke nachhaltig schließen und verhindern, dass die zukünftigen Facharbeiterinnen und -arbeiter Leipzig verlassen, weil sie woanders eine bessere Perspektive erwartet."

Verantwortung hätten die Arbeitgeber auch für diejenigen, die in den letzten Jahren nicht ausgebildet wurden. Sie müssten eine zweite Chance bekommen.

Als nachahmenswert bezeichnete der Leipziger DGB-Chef den Start des Modellprojekts für abschlussorientierte Qualifizierung in Ostthüringen: "Dieses Projekt ist einmalig in der Bundesrepublik. Der Erfolg hängt auch von der Bereitschaft der Arbeitgeber ab, jungen Erwachsenen im Alter von 25 bis 35 eine zweite Chance zu geben, damit sie - gut ausgebildet - die Möglichkeit haben, ihren Lebensunterhalt ohne Transferleistungen zu bestreiten."


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