Deutscher Gewerkschaftsbund

02.05.2013

Erster Arbeitnehmerempfang beim Oberbürgermeister der Stadt Leipzig

Premiere im Rathaus: Am Vorabend des 1. Mai fand im Leipziger Rathaus der erste gemeinsame Arbeitnehmerempfang von Oberbürgermeister Burkhard Jung und dem DGB-Stadtverband Leipzig mit rund sechzig Betriebs- und Personalräten sowie Aktiven aus den DGB-Gewerkschaften statt. Zu den Gästen gehörten ebenfalls die neue stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack und Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz. Arbeitnehmerempfänge in der Region Leipzig haben eine lange Tradition, im Rathaus fand er jedoch zum ersten Mal statt. Oberbürgermeister Burkhard Jung äußerte in seiner Ansprache die Hoffnung, dass damit eine neue Tradition begründet werde. Zudem strahlte er ein neues Selbstbewusstein der Stadtspitze gegenüber der Wirtschaft aus: Die Zeiten, in denen man Investoren mit enormen Fördergeldern anlockte ohne dabei nach den Arbeitsbedingungen für die zukünftigen Beschäftigten zu fragen seien ein für allemal vorbei. Wer sich in Leipzig ansiedeln wolle und dabei Unterstützung erwarte müsse klar sagen, nach welchen Maßstäben die Entlohnung erfolgt und wie die Rahmenbedingungen gestaltet seien. Den Beschäftigten des von der Schließung bedrohten SIEMENS-Werkes in Böhlitz-Ehrenberg sicherte er seine Unterstützung zu.

DGB-Stadtverbandsvorsitzender Bernd Günther erinnerte in seiner Begrüßung an die Zerschlagung freier Gewerkschaften vor 80 Jahren und mahnte verstärkte Anstrengungen im Kampf gegen Rechts an. Des Weiteren widmete er sich der Frage des sozialen Wohnungsbaus in der Stadt Leipzig. Dies hatte OBM Jung nach seiner Wiederwahl im Januar zum Schwerpunktthema erklärt. Günther regte eine Initiative unter Beteiligung der Gewerkschaften an mit dem Ziel, die Wohnraumförderung zu erhöhen, die Zweckentremdung von Wohnraum zu verhindern und den sozialen Wohnungsbau voranzubringen. Bei Gesprächen in geselliger Runde klang der Abend aus. Viele der Gäste besuchten anschließend das "Leipzig zeigt Courage" auf dem Markt. 


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