Deutscher Gewerkschaftsbund

11.12.2012
Satzungreform

DGB Leipzig-Nordsachsen gründet Stadt- und Kreisverbände

Neubildung der Organisationsstruktur des DGB in Sachsen abgeschlossen

Gründung DGB-Stadtverband Leipzig am 10.12.2012

Iris Kloppich, Bernd Günther, Burkhard Jung (v.l.n.r.) DGB/app

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat am Montag, dem 10. Dezember, einen Stadtverband Leipzig gegründet. Damit wurde die Neubildung der Organisationsstruktur des DGB in Sachsen abgeschlossen. Im November waren bereits neue DGB-Kreisverbände in Nordsachsen und dem Landkreis Leipzig gegründet worden. Der DGB hat in ganz Deutschland seine Struktur entsprechend der Verwaltungsreformen in allen Städten und Kreisen neu zugeschnitten und neue Vorstände gewählt. Diese sind der politische Arm der Mitgliedsgewerkschaften vor Ort und damit Anlaufstelle für die regionale Politik und Öffentlichkeit. Die bisherigen Strukturen der Regionen des DGB werden bis 2014 aufgelöst und die Geschäftsstellen dem jeweiligen DGB-Bezirk zugeordnet.

Gründung DGB-Stadtverband Leipzig am 10.12.2012

DGB/app

Auf der Gründungsversammlung im Volkshaus Leipzig wurde Bernd Günther am Montag Abend einstimmig zum Vorsitzenden des DGB-Stadtverbandes gewählt. Sein Stellvertreter ist Frank Jüngling von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Im Vorstand des neuen DGB-Stadtverstandes sind alle acht Mitgliedsgewerkschaften vertreten. "Inhaltlich wird sich der Stadtverband vorrangig auf alle Themen zur Neuordnung der Arbeitswelt konzentrieren und Aktivitäten zur weiteren Entwicklung der Stadtgesellschaft sowie den Bundestagswahlen 2013 initiieren", so Günther. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung bekannte sich in seinem Grußwort an die Delegierten zu starken Gewerkschaften: "Ich reiche Ihnen die Hand zur weiteren Zusammenarbeit um die noch vor uns liegenden Probleme auf dem Arbeitsmarkt, wie zum Beispiel die viel zu hohe Zahl an Aufstockern, gemeinsam in den Griff zu bekommen." Die sächsische DGB-Vorsitzende bezeichnete es in ihrem Grundsatzreferat als einen "Skandal, dass Sachsen laut dem aktuellen IAB-Betriebspanel mittlerweile in der Lohnhöhe an die letzte Stelle gerückt ist." Dies sei auch ein Ergebnis sächsischer Regierungspolitik, die noch immer mit dem Argument der Niedriglöhne um Investoren wirbt. Statt dessen sei es notwendig, die Tarifbindung in Sachsen zu erhöhen. Der DGB Sachsen werde dies zum Thema im bevorstehenden Landtagswahlkampf machen.


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